Geistlicher Impuls
Wir müssen miteinander reden.
So lese ich auf einem Plakat, geschrieben in großen, weißen Buchstaben auf schwarzem Hintergrund. Eine Initiative für mehr Kommunikation in der Partnerschaft? Ein Appell, sich für den Dialog einzusetzen, sei es zwischen Völkergruppen, Religionen, Konfessionen oder einfach nur mit meinem ausländischen Nachbarn? Ein Aufruf, im Streit mit meinem Nächsten nicht einfach stumm und verbissen auf meinem Standpunkt zu verharren und jede Lösungsmöglichkeit ohnehin als gescheitert zu erklären?
Da fällt mein Auge auf einem kleinen Zusatz, rechts unten in der Ecke, der die Botschaft vervollständigt. Mit einigem Erstaunen lese ich da: - Gott.
Eine Einladung zum Gespräch mit Gott – mitten im Alltag und unverhofft. Gott wendet sich mir zu, macht den ersten Schritt. Nehme ich mir die Zeit zum Gespräch mitten im Alltagstrott? Oder vielleicht doch erst zur festen Redezeit im Gottesdienst? Egal, scheint mir das Plakat zu sagen. Aber wenn es dir wichtig ist, dann sicher öfter als einmal die Woche.
Und was für den Kontakt mit Gott gut ist, kann im Alltag nicht schaden: Reden wir miteinander.
Ulrich Bickhardt, PRef. |